Was muss eine KI wissen, um eine Datenbank zu entwerfen?
Eine KI kann ein Datenbankschema entwerfen, aber sie muss wissen, in welchem System es laufen soll, was darin vorkommt und woran du ein gutes Ergebnis erkennst. Fünf Angaben decken das ab: System, Inhalt, Regeln, Umfang und die gewünschte Form des Ergebnisses.
Von Kasum BajramiAktualisiert am
Was muss die KI von dir wissen?
Welches System und welche Technik?
Befehle und Datentypen unterscheiden sich zwischen den Systemen. Ohne Angabe wählt die KI eines, und dein Entwurf läuft vielleicht nicht bei dir.
Was soll gespeichert werden?
Die Dinge und ihre Beziehungen in einfachen Worten, zum Beispiel Bücher, Mitglieder und Ausleihen. Daraus entstehen die Tabellen.
Welche Regeln soll die Datenbank selbst erzwingen?
Etwa dass ein Buch nur an eine Person gleichzeitig ausgeliehen ist. Eine Regel, die nicht genannt ist, steckt später irgendwo im Programm statt in der Datenbank.
Wie gross wird sie?
Einige hundert Zeilen oder Millionen, ein Benutzer oder viele. Der Umfang entscheidet, wie viel Aufwand sich bei Indizes und Aufteilung lohnt.
In welcher Form willst du das Ergebnis?
Eine Beschreibung der Tabellen, fertige Befehle zum Anlegen oder beides: Das bestimmt, ob du das Ergebnis lesen oder gleich ausführen kannst.
Wie sieht das als fertiger Prompt aus?
Beispiel
So könnte das Gespräch laufen. Das Beispiel ist von Hand nach den Regeln geschrieben, nach denen Finn fragt, und stammt nicht aus einem echten Gespräch.
- Die Idee
- Ich brauche eine Datenbank für eine kleine Vereinsbibliothek.
- Die Rückfrage
- Welches Datenbanksystem verwendest du? Was soll gespeichert werden, und welche Regeln gelten? Wie gross wird die Bibliothek ungefähr? Willst du einen Tabellenentwurf, fertige SQL-Befehle oder beides?
- Die Antwort
- PostgreSQL. Bücher, Mitglieder und Ausleihen; ein Buch ist nur an ein Mitglied gleichzeitig ausgeliehen. Einige hundert Bücher. SQL-Befehle mit kurzer Erklärung.
Der fertige Prompt
Du bist eine erfahrene Datenbankentwicklerin. Entwirf eine relationale Datenbank für die Bibliothek eines kleinen Vereins.
System: PostgreSQL.
Gespeichert werden Bücher, Mitglieder und Ausleihen. Ein Buch ist zu einem Zeitpunkt an höchstens ein Mitglied ausgeliehen. Es gibt einige hundert Bücher und einige Dutzend Mitglieder.
Ergebnis: 1. Eine kurze Beschreibung der Tabellen und ihrer Beziehungen. 2. Die vollständigen CREATE-TABLE-Befehle mit Primärschlüsseln, Fremdschlüsseln und den Regeln, die die Datenbank selbst erzwingt. 3. Zwei Beispielabfragen: alle derzeit ausgeliehenen Bücher und alle überfälligen Ausleihen.
Regeln: Verwende sprechende Spaltennamen in Kleinbuchstaben. Schreibe in Beispieldaten keine echten Personendaten, sondern [Name] und [E-Mail]. Erfinde keine Anforderungen, die ich nicht genannt habe.Wann brauchst du das nicht?
Für eine Tabelle mit ein paar Spalten, die du auch in einer Tabellenkalkulation führen könntest, brauchst du keinen Entwurf.
Hast du schon ein Schema und suchst nur eine Abfrage, schreibe die Frage samt Schema direkt in die KI. Die Fragen nach System und Umfang sind dann beantwortet, weil das Schema sie beantwortet.